Dienstag, 13. Juni 2017

[Rezension] Bittere Lügen

Karen Perry - Bitte Lügen


Bibliografische Angaben

Titel: Bitte Lügen
Autor: Karen Perry
Seiten: 400
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 10.12.2015
ISBN: 978-3-596-19736-1
Preis; 9.99€ (TB) 

Klappentext

In Sekundenbruchteilen liegt ihr Leben in Schutt und Asche. Harry und Robin haben bei einem schrecklichen Erdbeben ihren dreijährigen Sohn Dillon verloren. Auch fünf Jahre später überschattet der unfassbare Verlust, das Gefühl der Ohnmacht und Schuld jede Minute ihres Zusammenlebens. Bis zu dem kalten Wintertag, als Harry denkt, Dillon in Dublin auf der Straße gesehen zu haben. Seither ist er von dem Gedanken besessen, dass sein Sohn noch leben könnte. Und er ist bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. Mit unvorstellbaren Folgen …

Rezension

Ich bin wirklich hin und her gerissen wie ich dieses Buch bewerten soll .... zum einen fand ich die Idee und vor allem die Wendung wirklich super interessant von der Idee her, zum Anderen fand ich die Umsetzung des Finales einfach irgendwie langatmig.

Der Einstieg in das Buch hat mir wirklich gut gefallen und das Buch konnte mich zu Beginn auch wirklich fesseln und ich wollte wissen, ob Harry wirklich seinen Sohn Dillon gesehen hat und wie dies wenn dann überhaupt möglich sein kann ... da musste es ja wenn dann schon einige Verstrickungen geben die mich definitiv interessiert haben. 

Während des Lesens haben sich dann sowohl bei Harry als auch bei Robin wirklich interessante Charakterzüge abgezeichnet, die durch die immer wechselnde Erzählperspektive gut herausgearbeitet werden. Wir lernen sowohl Robin als auch Harry individuelle kennen und nicht nur durch die Augen eines anderen Erzählers. Dies hat mir sehr gut gefallen, außerdem wird dadurch auch Spannung aufgebaut.

Irgendwann, ca. auf der Hälfte des Buches gibt es meiner Meinung nach doch recht eindeutige Hinweise, was mit dem Verschwinden des Jungen zu tun haben können und ob es auch im "jetzt" des Buches noch zusammenhänge gibt. Als unser Protagonist Harry sich dann immer mehr in die Recherche stürzt und Hinweise sammelt kommt schlag auf Schlag eines zum Nächsten und plötzlich befinden wir uns 100 Seiten vor Schluss schon mitten in der Auflösung. 

Das hat mich doch etwas überrascht und leider das Buch auch ein wenig verlangsamt wie ich finde, da die Ausführungen doch sehr ausführlich sind, Da man ja eigentlich jetzt schon weiß, was des Rätsels Lösung ist fand ich die letzten ca. 50 Seiten recht unspektakulär. Klar, weitere Details zur Entwicklung bzw. der Vergangenheit und das Drama ganz am Schluss hatten schon was, andererseits bin ich hier eher locker über die Seiten geflogen und habe hier nicht das Gefühl noch groß etwas verpasst zu haben. 


Leider daher für mich ein Buch dass sich zwar schnell lesen lässt und eine geniale Idee bzw. Lösung hat, die meiner Meinung nach jedoch an mancher Stelle nicht mehr so weit hätte ausgeführt werden müssen.

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